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Ich lese gerade: "Septimus Heap: Magyk" von Angie Sage

Septimus Heap: Magyk

 

Reizwortgeschichte: Das Ungeheuer


18.06.2007 /17.15

"Juhu, endlich Schulferien!" rief ich, als ich von der Schule nach Hause kam. Ich schleuderte meinen hellblauen Ranzen in die Ecke. Von dem wollte ich jetzt erstmal nichts mehr wissen! "Hallo, mein Schatz!", begrüßte mich meine Mutter.
"Hi, Mami," antwortete ich, "ich habe jetzt keine Zeit, ich muss jetzt packen!" Schon sauste ich die Treppe hoch. "Warum denn packen ?!" rief mir meine Mutter noch hinterher, aber ich war schon verschwunden. Ich wollte nämlich heute, bei Conny, meiner besten Freundin, übernachten. Aber natürlich hatte Mami dies wiedermal vergessen. Dann beachtete ich sie einfach nicht, weil ich ihr sonst stundenlange Erklärungen hätte abgeben müssen. Jetzt holte ich meinen roten Rucksack heraus, denn da wollte ich alles hineinpacken: Eine Taschenlampe, mein Nachthemd, ein T-Shirt, meine Lieblingsjeans und das Allerwichtigste, mein Käpt'n Ted. Ohne den kann ich nämlich nicht schlafen! Käpt'n Ted ist mein Teddybär und muss überall mit hin. Wir kennen uns schon zehn Jahre! Als alles in meinem Rucksack verstaut war, ging ich nach unten. Es gab Bohnensuppe, igitt! Aber ich aß sie trotzdem auf. Nach dem Essen, holte ich mein blaues Fahrrad und düste los. Meinen Rucksack hatte ich auf den Rücken geschnallt. Als ich bei meiner Schulfreundin ankam, erwartete die mich schon. "Hallo Susi!", rief sie mir zu. "Hi, Conny!", grüßte ich zurück. Ich stieg von meinem Drahtesel und ging zu Conny. Diese kaute schon vor Aufregung an einer ihrer tollen, schwarzen Locken. Wir flitzten gleich hoch in ihr Zimmer und machten mein Nachtlager startklar. Käpt'n Ted setzte ich auf mein Kopfkissen. Nun spielten wir noch stundenlang im Garten, bis es Abendessen gab. Wir hatten einen Bärenhunger! Zum Glück gab es hier nicht auch Bohnensuppe, sondern Wurstsalat. Ich aß drei Portionen und dann war ich voll. Nach dem Essen gingen wir in Connys Bude. Wir lasen bis 21.00 Uhr Comics, dann legten wir uns ins Bett. Aber an Schlaf dachten wir nicht, sondern ratschten noch lange. Plötzlich hörten wir ein unheimliches Geräusch. "Uuhuhuhuuu!" tönte eine Stimme. "Das kommt aus der Ruine!", flüsterte Conny. "Was ist das nur?", fragte ich. Wir bekamen es allmählich mit der Angst zu tun. Aber unsere Neugier war stärker als unsere Angst. Wir kletterten von Connys Fenster auf das Garagendach. Vorsichtig schlichen wir zu der Ruine. "Uhuhuuu!", hörten wir wieder die Stimme. Leise gingen wir weiter. Als wir in der Ruine angekommen waren, hörten wir, dass das Geräusch aus dem Nebenraum kam. Wir schlichen näher und sahen ein hässliches, warziges Ungeheuer. Es hatte drahtige Haare und bestimmt tausend Pickel. Mir lief ein Schauer über den Rücken, ich spürte wie ich zu schwitzen anfing. Doch plötzlich sahen wir eine Frau, eine spindeldürre, kleine Frau vor dem großen Ungeheuer knien. Wir mussten der Frau helfen, dass war uns klar. Wir schlichen uns also von hinten an, trotz großer Angst und Ekelgefühlen, und wollten uns das Ungeheuer schnappen. Da hörten wir eine Stimme: "Schnitt!" Verdutzt starrten wir in die Richtung, woher die Stimme kam. Allmählich wurde uns klar, dass wir mitten in Dreharbeiten gelandet waren. Nun wurde das Licht eingeschaltet. Verlegen und trotzdem erleichtert standen wir da. Doch die Drehleute fingen an zu lachen und steckten uns damit an. Vielleicht sind wir ja auch bald im Fernsehen! Eins steht jedenfalls nach diesem Erlebnis fest: Wenn ich groß bin, möchte ich Schauspielerin werden!

Schulaufsatz 4. Klasse mit den folgenden Reizwörtern: Freundin - Übernachten - Geräusch - Angst


 

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