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Ich lese gerade: "Septimus Heap: Magyk" von Angie Sage

Septimus Heap: Magyk

 

Der nächtliche Ausflug


24.10.2006 /17.44

"Juchu!" rief ich jauchzend als ich nach Hause kam. "Heute übernachte ich bei Patrick!" Scheppernd landete mein Ranzen in der Ecke. Ich aß schlürfend meine Gespenstersuppe. So schnell ich konnte lief ich hoch in mein Zimmer, um meine Sachen zu packen. Taschenlampe, Pirat Tatze (das ist mein Kuschelbär), Hubba Bubba Kaugummi, meine Zahnspange, eine blaue Jeans, ein rotes T-Shirt und mein Schlafsack landeten in meinem fliederfarbenen Rucksack.
Meine Mutter fuhr mich zu Patrick, und ich lief sofort hinein ohne mich zu verabschieden. Es wurde Abend und wir sollten ins Bett gehen. Patrick und ich gingen hoch in sein ZImmer. Aufgeregt erzählte er mir seinen Plan: "Hey, Ria wir könnten doch abhauen und in den Wald laufen!" "Au ja!" antwortete ich begeistert. Sofort machten wir uns auf den Weg. Wir kletterten von Patricks Zimmerfenster auf das Garagendach und hüpften davon auf die Straße. Schnell liefen wir zu dem kleinen Wald am See. "Da ein Haus!" rief ich aus. "Oh, stimmt, komm wir gehen hinein." Patrick schritt voran. Das mit vielen Ranken bewachsene Haus sah irgendwie unheimlich aus.
Wir betraten das Haus. Langsam und vorsichtig schlichen wir den Gang entlang. Ich bekam Angst und wollte zurückgehen, aber mein Freund blieb stur. Wir stiegen die knarrende Holzstreppe hinunter. "Sei jetzt bloß kein Angsthase!" beruhigte ich mich. Da! Hatte sich da nicht gerade irgendetwas bewegt? Ein grausamer Schatten, doch ich konnte nicht erkennen, was es für ein Wesen war, stand vor uns. Es kam näher und näher! "Aaaa!" entsetzt schrie ich auf und schlug die Hände vors Gesicht. Vor Angst hätte ich beinahe den Verstand verloren! Ein grässliches Ungeheuer stand vor uns! Es hatte einen fürchterlich großen Kopf mit bestimmt 40 Augen, eine ekelerregende, giftgrüne Schleimhaut und eine riesige muskolöse Brust. Es hatte lila Haare und riesengroße Augen. Aus seinem Mund kam ekliger Gestank! Wir liefen so schnell wir konnten die Treppe hinauf und versteckten uns dort hinter einer Komode. Das Ungetüm sah uns nicht und taumelte an uns vorbei in ein anderes Zimmer. Eine dicke, fette Spinne hing genau vor meiner Nase hinunter. Ich schrie lauf auf: "Iiiiiiiiiiii!" Patrick warf mir einen vernichtenden Blick zu.
Jetzt war alles aus! Das Ungeheuer kam auf uns zu und grölte vor Lachen. "Moment mal", dachte ich mir, "diese Stimme kenne ich doch!" Ich schlüpfte hinter der Komode hervor und stürzte auf das Ungetüm zu. Patrick schrie noch:" Nein, Ria, spinnst du?" Aber ich war mir so sicher, dass dies kein Ungeheuer war und rissdem Tier die Haut ab. Tatsächlich, das war gar kein Ungeheuer, das war mein Papa! Und da kam auch noch der Papa von Patrick aus dem Nebenzimmer.
Wir fielen uns lachend in die Arme. Fröhlich gingen wir alle nach Hause und tranken einen leckeren Kakao.



 

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